Presseberichte

DIE REGION vom 15. April 2010

Die Mausefalle schnappte zu

ROTHENBURG – Am Samstag war die Premiere des neuen MTM-Theaters «D Muusfalle». Mit dem spannenden Krimi zogen die Schauspieler und Regisseur Ferdinand Ottiger das Publikum im fast ausverkauften Pfarreiheimsaal in ihren Bann und ernteten grossen Applaus.

Acht Personen in einer Pension, die während eines Schneesturms von der Aussenwelt abgeschnitten wird, und ein Mord. Dies sind die Voraussetzungen, welche im MTM-Stück «D Muusfalle», einer Umsetzung von Agatha Christies «The Mousetrap», für Spannung sorgen. Wiederkehrendes Thema ist der Umgang mit der eigenen Vergangenheit. Soll man sich den Erinnerungen stellen oder vorwärtsblicken und das Vergangene hinter sich lassen?

Die Premiere am Samstag war ein Erfolg. Die Darsteller füllten ihre Figuren mit Leben und zeigten eine Glanzleistung. Hervorragend gespielt wurden etwa der Pensionswirt (Christoph von Däniken), bieder, aber mit einem wunderbar zynischen Humor ausgestattet, und seine resolute und sympathische Frau (Luzia Wicki), die eine lange Präsenzzeit auf der Bühne hat. Sehr gut charakterisiert wurden auch die Rollen der Pensionsgäste: Christian Christen (Michael Merkle), ein aufdringlicher und zugleich verschlossener junger Mann; der unscheinbare Oberst Menzi (Dieter Steiner), die zickige Frida Borer (Barbara Alt), die undurchsichtige Sophie Camenzind (Manuela Wapf) und der unheimliche Massimo Torelli (Reto Mathis), der auf Zehenspitzen durchs Haus schleicht. Eifrig und unerbittlich befragt Polizeiwachtmeister Bruno Trüeb (Thomas Ledergerber) die Anwesenden, um Schlimmeres zu verhindern. Dazwischen irrlichtern Sibylle Flury und Judith Hofer über die Bühne als Geister, die das Geschehen interessiert, aber gefühllos verfolgen.

Sehr gut eingesetzt wurde die Musik des Pianisten Daniel Widler. Sein Spiel verdeutlicht das Geschehen auf der Bühne und gibt ihm einen Rahmen, es lenkt die Aufmerksamkeit der Zuschauer und verstärkt die herrschende Atmosphäre.

Falsche Fährten
Im zweiten Akt nimmt das Tempo merklich zu, Enthüllungen und Geständnisse folgen sich Schlag auf Schlag. Doch noch immer weiss niemand, wer der Mörder ist. Auch das Publikum rätselte in der Pause darüber. Es liess sich von der Inszenierung von Regisseur Ferdinand Ottiger mitreissen, folgte den falschen Fährten und Ablenkungsmanövern und liess sich zu guter Letzt von der unerwarteten, aber für ein Agatha-Christie-Stück typischen Auflösung überraschen.

Andrea Renggli

 


Neue Luzerner Zeitung vom 10. April 2010

Kommt es zum angekündigten Mord?

Das MTM Theater Rothenburg setzt mit dem Dreiakter «D'Muusfalle» auf einen Krimi-Klassiker. Spannend bleibt es bis zum Schluss.

Die eigentliche Tragödie vollzieht sich schon zehn Jahre zuvor: Drei Geschwister werden im Kinderheim Sonnenhof abgegeben und von der Heimleiterin Martha Limbacher (Judith Hofer) derart misshandelt, dass die jüngste Schwester, Edith Betschard (Sibylle Flury), den Tod findet. Das Publikum erlebt die Geschehnisse von damals gleich zu Beginn der Vorstellung mit – durch einen Schwarz/Weiss-Stummfilm, musikalisch live unterstützt von Daniel Widler am Piano. Der Kurzfilm endet mit dem Text: «Und die Geschichte geht weiter. Zehn Jahre später.»

Alle sind mordverdächtig
Noch mit einem gewissen Grauen im Nacken taucht man ein in eine Welt des frisch verliebten Ehepaares Guido und Monika Rechtsteiner (Christoph von Däniken und Luzia Wicki). Monika Rechtsteiner erbte kürzlich die Villa Schönegg und gestaltete diese mit ihrem Gatten zu einer Pension um. Die ersten Gäste sind im Anmarsch, dies unter ärgsten Wetterbedingungen: Ein Schneesturm fegt übers Luzerner Hinterland.

Die Pension ist von der Umwelt abgeschnitten, als ein Polizist auf Ski sich zu ihr durchkämpft. Seine Nachricht ist äusserst besorgniserregend: In der Stadt wurde eine Frau erwürgt; bei ihr fand man ein Notizbuch mit der Adresse der Pension Schönegg und der Ankündigung: Zwei weitere Morde werden folgen. Wachtmeister Trüeb (Thomas Ledergerber) beginnt mit seinen Ermittlungen – und plötzlich stehen alle Anwesenden unter dringendem Mordverdacht.

Gänsehaut wird erzeugt
Regisseur Ferdinand Ottiger ist es gelungen, das Ensemble vor einem puristischen, in nur vier Farben gehaltenen Bühnenbild vollkommen in ihren Rollen aufgehen zu lassen. «Einen Klassiker von Agatha Christie zu inszenieren, ist schwierig, denn das Publikum kennt das Stück. Eine Laienbühne hat aber nur einfache Möglichkeiten.» Doch Ottiger beweist Sinn für einen lebendigen Szenenwechsel und überrascht mit eindrücklichen Details: Edith Betschard als Geistwesen erregt jedes Mal Gänsehaut. Alle Darsteller zeigen ihre Charakterisierungskunst bei jeder  Wendung des Stücks. Das hat die Hauptprobe am Donnerstag bewiesen – die Spannung bleibt bis zum Schluss auf hohem Niveau.

Yvonne Imbach

 


DIE REGION vom 8. April 2010

Wer ist das nächste Opfer in der Mausefalle?

ROTHENBURG - In diesen Tagen proben die Schauspieler des MTM-Theaters ein letztes Mal ihr neues Stück. «D'Muusfalle» verspricht subtile Spannung und auch eine Portion Humor. Am Samstag, 10. April, ist Premiere.

«D'Muusfalle» ist eine Adaption des Krimi-Klassikers «The Mausetrap» von Agatha Christie. Regisseur Ferdinand Ottiger hat das Stück in die Mundart übertragen und die Handlung im Luzerner Hinterland angesiedelt. Dabei geht nichts von der Spannung verloren.

In der neu eröffneten Pension Schönegg erwartet man die ersten Gäste. Kaum sind alle angekommen. ist das Haus eingeschneit und von der Umwelt abgeschnitten. Das scheint vorerst kein Problem zu sein. sind doch genug Nahrungsmittel vorhanden, und auch Kohle und Holz zum Heizen gibt es reichlich. Nach und nach wird dem unerfahrenen Wirtepaar Monika und Guido Rechsteiner aber klar, dass sie so gut wie gar nichts über ihre Gäste wissen. Und bis der Schnee schmilzt, kann noch viel passieren... Als ein Polizist auf Ski ankommt und vor einem Mörder warnt, der sein nächstes Opfer in der Pension sucht, wird es einigen mulmig zumute. Die Beschreibung des Täters könnte auf fast jeden der Anwesenden zutreffen. Schon bald wünscht sich Monika Rechsteiner, die Pension nie eröffnet zu haben.

Die zehn Schauspielerinnen und Schauspieler werden versuchen, die Spannung und die klaustrophobische Atmosphäre, welche die Figuren im Stück fühlen. auf das Publikum zu übertragen. Sie agieren vor einem relativ abstrakten Bühnenbild, das nicht von der Handlung und der schauspielerischen Leistung ablenkt. Die MTM-typische Liebe zum Detail im Kleiderdesign ist auch in diesem Stück sichtbar. Als kleines Plus hat das MTM- Theater einen Trailer gedreht, der die Vorgeschichte zum Stück erzählt. Der Kurzfilm ist unter www.mtm-theater.ch zu sehen und wird auch jeweils zu Beginn der Aufführung gezeigt. Als weitere Besonderheit wird das Theater erstmals live von einem Pianisten begleitet. Daniel Widler hat die Stücke selbst komponiert und unterstützt musikalisch die bange Stimmung, die auf der Bühne herrscht.

«Die Proben laufen soweit gut, die Truppe ist motiviert und freut sich auf die Premiere», sagt MTM-Vizepräsident Franco Chiappori «Der Vorverkauf ist gut angelaufen, an der Premiere am kommenden Samstag sind wir schon fast ausverkauft. Für alle anderen Vorführungen sind noch Plätze frei»

Andrea Renggli

 


DIE REGION vom 21. Januar 2010

MTM-Theater: Eingeschneit mit einem Mörder

ROTHENBURG – Grosse Spannung ist garantiert im neuen Stück des MTM-Theaters, das am 10. April Premiere feiert. «D Muusfalle» ist nämlich die Mundartfassung des Stücks «The Mousetrap» von der englischen Krimiautorin Agatha Christie.

In einem Theater in London wird «The Mousetrap» seit 1952 aufgeführt und ist damit das am längsten ununterbrochen aufgeführte Theaterstück der Welt. Nun kommt es auch in Rothenburg auf die Bühne. Die überarbeitete Fassung des Stücks spielt in einer Pension im Luzerner Hinterland. Das Wetter wird immer schlechter, schliesslich ist das Haus eingeschneit und von der Umwelt abgeschnitten. Ein Polizist, der sich auf Ski zur Pension durchschlagen kann, bringt den Gästen und Wirtsleuten die Nachricht, dass sich vermutlich ein Mörder im Haus aufhält. Und tatsächlich findet man bald darauf eine Leiche.

Regie führt zum zweiten Mal Ferdinand Ottiger. Er hat die Dialoge in die Luzerner Mundart übersetzt und die Handlung den hiesigen Gegebenheiten angepasst. Zurzeit erarbeitet er das Stück an intensiven Proben mit den zehn Schauspielerinnen und Schauspielern.

Dieser Klassiker der Gattung «Suspense», also der Spannung, passe gut ins Repertoire der MTM-Truppe, sagt Vize-Präsident Franco Chiappori. «Für Spannung sorgt die klaustrophobische Situation. Eine Gruppe von Menschen ist auf engem Raum eingesperrt, als ein Mord geschieht. Einer von ihnen muss der Täter sein. Und alle Anwesenden scheinen ein Geheimnis zu verbergen.» Zudem habe Ferdinand Ottiger mit den «Theaterlüüt Schwarzi Chatz Rain» vor einigen Jahren bereits ein Stück von Agatha Christie aufgeführt. «Deshalb hat sich der Vorstand gemeinsam mit ihm für ‹D Muusfalle› entschieden.»

Ein filmisches Vorspiel
«Um die Vorfreude zu steigern, haben wir uns etwas Spezielles ausgedacht», erzählt Franco Chiappori weiter. «Ein Trailer, der im Internet zu sehen ist und auch vor den Aufführungen gezeigt wird, erzählt die Vorgeschichte zum Geschehen auf der Bühne. Den Film haben wird selber realisiert und im Eigenthal gedreht.» Es ist nicht das erste Mal, dass der Verein Film und Theater kombiniert. Im Stück «Näffulinger Minnegluot», aufgeführt im 2001, wurde ebenfalls mit filmischen Mitteln gearbeitet. Ein Novum ist ausserdem, dass ein Pianist das Spiel des MTM-Theaters live begleiten wird.

Andrea Renggli